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Ab 01. Januar 2015: Einführung des Reverse-Charge-Verfahrens auf Fertigmetalle und metallische Halbzeugnisse

Ab 01. Januar 2015: Einführung des Reverse-Charge-Verfahrens auf Fertigmetalle und metallische Halbzeugnisse

UPDATE: Am 01.12.2014 haben wir durch den Verband Deutscher Metallhändler e.V. (VDM) erfahren, dass die Nichtbeanstandungsregelung zur Anwendung von Reverse Charge bis Ende Juni 2015 verlängert wird. Die verlängerte Übergangsfrist ist aus Sicht des VDM ein Zeichen für viele Unsicherheiten zur Anwendung von Reverse Charge seitens Verwaltung und Politik. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Produkte, auf die Reverse Charge anzuwenden ist und eine Bagatellgrenze, ab der Reverse Charge anzuwenden wäre.

Wir stehen weiter in Kontakt mit dem VDM. Zur Einrichtung des Verfahrens empfehlen wir Ihnen bis dahin weiterhin das unten aufgeführte Vorgehen.  

Zum 01. Januar 2015 wird das Reverse Charge Verfahren für Fertigmetalle und metallische Halbzeugnisse eingeführt. Wie wir bereits am 25.09. berichteten, sieht der VDM dabei einige Probleme.
Um Ihnen die Einrichtung zu erleichtern, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

  • Informieren Sie sich über die Umstellung. Gute Informationen bieten die VDM Rundschreiben 146, 157, 166 (insbesondere), 167, 173 und 175.
    Informieren Sie auch Ihre Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter über Änderungen in der Fakturierung.
  •  Identifizieren Sie Ihre betroffenen Artikel anhand der bereitgestellten Liste Anlage 4 §13b Abs. 2 Nummer 11 UStG über die Zollnummer.
    „Dazu schreibt der VDM: Um festzustellen, ob ein Neumetall oder Halbzeug der Anlage 4 unterfällt, muss im ersten Schritt dessen zolltarifliche Einstufung ermittelt werden (siehe Punkt 4 Spiegelstrich 2). Erst im zweiten Schritt ist dann zu prüfen, ob das Produkt in der Anlage 4 – mit der entsprechend ermittelten Zolltarifnummer – aufgeführt ist. Die bloßen Begriffe Metalle und Halbzeuge der Anlage 4 sind insoweit unbeachtlich.“
  •  Ändern Sie zum 01. Januar die MwSt.-Produktbuchungsgruppe der identifizierten Artikel auf "RC" (Reverse Charge) um.
  •  Da sich die Umstellung auf das Lieferdatum bezieht, können auch Rechnungen im Dezember mit dem alten Steuerkennzeichen erstellt werden. Auch vorläufige Rechnungen stellen in diesem Zusammenhang kein Problem dar. Nur Lieferungen nach dem 01. Januar 2015 werden mit dem neuen Steuerverfahren fakturiert.

Wichtig:
Achten Sie bei der Erzeugung einer ungebuchten Rechnung nach dem 01. Januar 2015 für Lieferungen, die vor dem 01. Januar erfolgt sind darauf, welche MwSt-PBG genutzt wird. Standardmäßig wird dieser Wert der Artikeleinrichtung entnommen. Demnach würde also das neue Reverse Charge Verfahren gelten. Bei „alten“ Lieferungen sollte aber selbstverständlich noch MWST19 gewählt sein.

 


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